Wandertag Juli 2017 - Der neue Achterspannerhof

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Wandertag Juli 2017

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22.07.2017 Fünfter Wandertag Juli 2017

Vielleicht war es das drückende und unsichere Wetter, das diesmal „nur“ 13 Wanderer zum
Mitmachen animierte. Immerhin gab es in den Nächten vor und nach der Wanderung
teilweise heftige Gewittergüsse. Tagsüber blieb es aber weitgehend trocken.

Da wir diesmal die Autos auf dem Hof lassen wollten, war unser Vorhaben, den
Tatzelwurmweg zu erkunden, nur eingeschränkt möglich, denn dieser ist am besten von
Kobern aus zu bezwingen. Gleichwohl konnten wir Teilstücke davon bewundern, da uns
unsere Wanderung bis Kobern und zurück führen sollte. Er verdankt seinen Namen einem
Fabelwesen, das – halb Löwe, halb Lindwurm – einst versteckt in den Stollen von KobernGondorf
lebte.

Zunächst liefen wir durch Getreidefelder an dem Ursprungshof der Achterspannerhöfe
entlang, anschließend durch Schatten spendende Waldstücke, bis wir schließlich die
Matthiaskapelle erreichten, eine der bedeutendsten spätromanischen Kapellen in RheinlandPfalz,
die zwischen 1220 und 1240 n. Chr. hauptsächlich zur Aufbewahrung des Hauptes des
heiligen Matthias erbaut worden war, welches Heinrich I. von Kobern aus dem Kreuzzug von
Damiette mitgebracht hatte. Sie liegt hoch über dem Moseltal zwischen den Ruinen der
längst zerstörten Oberburg. Leider konnten wir uns den seltenen Reichtum an künstlerischer
Formgebung im Inneren nicht ansehen und mussten dies auf eine spätere Wanderung
verschieben, da dort gerade eine Hochzeit stattfand. Dafür war vor der Kapelle ein
Mercedes-Benz 200 aus dem Jahr 1935 zu bewundern, mit dem das Brautpaar vorgefahren
worden war.

Nachdem wir den Abstieg in das direkt an der Mosel gelegene Kobern geschafft hatten,
ließen wir uns auf dem dortigen Marktplatz in einem Straßencafé nieder, um uns mit
Getränken und kleinen Speisen zu stärken. Der Marktplatz ist in den vergangenen Jahren
umgestaltet worden und nun eine autofreie Zone, schön anzuschauen, aber ein wenig
verlassen.

Nach einer Weile der Muße und netten Plaudereien wurde es Zeit für den Rückweg, da wir
zu dem für 17:00 Uhr angekündigten Grillen im Garten des Hofes, an dem auch andere
Hausgäste teilnehmen würden, rechtzeitig zurück sein wollten. Immerhin hatte unser lieber
Reinhold bereits Tage zuvor mit den Vorbereitungen begonnen, so dass wir uns dieses
kulinarische Vergnügen keinesfalls entgehen lassen konnten. Es gab Steaks, Würstchen,
Schicht-, Kartoffel- und Nudelsalat, wobei in letzterem dem Vernehmen nach sogar winzige
Stückchen holländischer Tomaten verarbeitet worden sein sollten.

Gut gestärkt ging es dann nahtlos in einen wie immer tollen Partyabend über.


 
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